Die Nagelplatte

Die Nagelplatte entsteht an der Nagelwurzel und haftet am Nagelbett. Sehr feine Hornzellen bilden die Hornschichten und schützen die Fingerkuppen, die ca. 3.400 Nervenenden besitzen. Die Nagelplatte ist etwa 0,3 bis 0,75 mm dick und besteht aus drei Hornschichten, die jeweils ihre eigene Zellstruktur aufweisen. Der Dorsalnagel besteht aus einer Hartkeratinschicht (flachere, dichter geschichtete, längs gestreckte Zellen). Der Intermediärnagel besteht aus Weichkeratin, eine elastischere untere Schicht. Der Ventralnagel besteht aus hyponychalem Keratin (lockere, unregelmäßig gelagerte, kernlose Zellen) der dem freien Nagelrand an der Unterseite fest anhaftet. Die menschliche Nagelplatte ist ein Naturprodukt und trotzdem ist es 100% Chemie, denn sie besteht aus Aminosäuren und deren chemische Bestandteile sind: Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff, Karbon (Kohlenstoff) und Schwefel. Der Nagel wächst täglich ca. 0,1 mm. Er bietet mechanischen Schutz exponierter Teile, unterstützt beim Greifen, Kratzen und bei Zangenbewegungen. Widerlagerung für Tastempfindung, Hygiene und Sozialfunktion (Länge, Form, Farbe). Die oberste Schicht wird als Dorsalnagel bezeichnet. Sie ist die härteste Hornschicht der Nagelplatte und dient als Schutzschicht gegen äußere Einflüsse. Die mittlere Hornschicht ist weicher und wird als Intermediärnagel bezeichnet. Sie ist mit der ersten Hornschicht verbunden und besteht aus Keratin. Die unterste Hornschicht ist sehr weich. Diese wird als Ventralnagel bezeichnet und ist mit der zweiten Hornschicht verbunden. Sie besteht ebenfalls aus Keratin. Das Bindegewebe vom Nagelbett ist mit der untersten Hornschicht verbunden und dient beim Wachstum zur Haftung der Nagelplatte. Am Übergang zum freien Nagelrand ist ein feines Häutchen das als Hyponychium bezeichnet wird. Dieses schützt das Nagelbett und verhindert das Eindringen von Fremdsubstanzen. Eine reichhaltige Blutzufuhr im Bindegewebe gibt dem Nagelbett eine rosa Farbe. An der Farbe des Nagelbettes können ausgebildete Mediziner Krankheiten der Organe im Körper erkennen.

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